Immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann, kommt sie wieder zum Vorschein: Die Akne! Hartnäckige Mitesser und Bläschen verschandeln das Gesicht, den Hals und häufig auf das Dekolletee und mehr. Und was tun wir? Wir versuchen mit aggressiven Cremes oder den Fingern das Übel zu beenden. Dabei ist es erst einmal wichtig zu verstehen, warum die Pickel auftreten und welche Behandlung wirklich hilft.
Pickel und Mitesser entstehen nicht weil sich jemand nicht wäscht, sondern auf Grund hormoneller Umstellungen in der Pubertät. Ich kenne niemanden dem das gefällt, aber da müssen wir leider alle durch. Der eine mehr, der andere weniger. Aber es gibt Mittel und Methoden den hässlichen Pickeln und Eiterpusteln zu Leibe zu rücken.
Ursachen
Akne, auch Akne vulgaris genannt, zählt bei Jugendlichen zu den häufigsten Hautkrankheiten. In der Pubertät macht der Körper eine immense Hormonumstellung durch. Wenn unser Organismus gelernt hat welche Hormone er in welcher Menge ausschütten muss, ist die Umstellung beendet. Leider kann das ziemlich lange dauern. So kommt es vor, das Akne erst um das 25. Lebensjahr von alleine verschindet.
Akne ist eine Hautkrankheit und sollte behandelt werden. Es gibt auch schwere Aknefälle, bei denen es zur Narbenbildung und entzündeten Knoten kommen kann.
Akne Arten
Es werden drei verschiedene Arten von Akne unterschieden:
Die Behandlung dieser Hautkrankheit ist langwierig und erfordert zuweilen etliche Arztbesuche. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Einnahme von Medikamenten bis hin zu rein äusserlichen Anwendungen.
Schonende Hautreinigung ist die Grundlage bei der Behandlung der Akne. Eine richtige Reinigung unterstützt den Heilungsprozess. Dazu verwendet man am besten alkoholische Lösungen, die vom Hautarzt verordnet werden und sogenanntes Syndet. Das ist eine synthetische Waschlösung, die stark entfettend, keimabtötend und intensiv reinigend wirkt.
Sehr empfehlenswert ist das Hautpeeling. Hierbei werden alte Hautschuppen und krankhafte Verhornungen abgetragen, sodass der Talg aus den Talgdrüsen ungehindert abfliesen kann.
Eine orale Antibiotikatherapie wird nur bei schweren entzündlichen Formen der Akne angewandt. Der Wirkstoff Tetrazykline gelangt über die Blutbahn in die entzündeten Follikel und wird dort angereichert. So wirkt er direkt am Ort des Geschehens. Vorsicht bei Lichtempfindlichkeit während der Anwendung von Antibiotika.
Die „Pille“ zur Behandlung von Akne ist eine Hormontherapie mit weiblichen Sexualhormonen. Diese Therapie ist nur bei Frauen möglich! Es werden Antibabypillen mit einem hohen Anteil an Östrogenen gegeben, die die Talgproduktion herabsetzen. So kann Frau nicht nur verhüten, sondern auch das Hautbild verbessern.
Antibakterielle Therapien kommen bei leichten Formen der Akne zur Anwendung. Hier werden keimtötende Cremes und Tinkturen äusserlich auf die Haut aufgebracht. Die 13-cis-Retinsäure ist ein stark wirksames Medikament was schnelle Erfolge verspricht. Schon nach zwei Wochen tritt eine Besserung auf.
Die 13-cis-Retinsäure verkleinert die Talkdrüsen und reduziert die Talgproduktion. Allerdings kommt diese Behandlung nur bei schweren Akneformen zur Anwendung.
Was bei dem Einzelnen hilft, hängt jedoch sehr von der Form der Akne und natürlich vom eigenen Körper ab. Ein Besuch beim Hautarzt ist da auf jeden Fall hilfreich, denn nur so kann die Therapie gefunden werden, die die hässlichen Pickelchen schnell wieder verschwinden lässt – ohne Narben zurück zu lassen!